„Es gibt bereits eine Europaregion, wir Tiroler:innen und Südtiroler:innen sind alle EU-Bürger:innen und die Grenzkontrollen zwischen Tirol und Südtirol sind abgeschafft“, stellte sich SPÖ-Südtirolsprecherin Selma Yildirim in der heutigen Debatte im Nationalrat strikt gegen das Polemisieren und die Spaltungsversuche der FPÖ-Abgeordneten.
„Das Ergebnis der inzwischen in Kraft getretenen Autonomiereform ist vorzeigbar und dazu gratuliere ich Landeshauptmann Kompatscher. Die Autonomie ist seit der Verfassungsreform in Italien 2001 beschnitten worden. Das wird jetzt zurückgenommen. Durch Diplomatie, nicht durch Säbelrasseln!“, betonte Yildirim.
Insgesamt sei das Vorzeigemodell der Südtirol-Autonomie für friedliche Streitbeilegung und Minderheitenschutz durch große Diplomaten zustande gekommen. Mit einer Schutzfunktion für Österreich, durch die jede Änderung mit uns abgestimmt werden muss.
„Was wir brauchen sind zukunftsgerichtete Entscheidungen. Entscheidungen, mit denen wir das Verbindende in den Vordergrund stellen, nicht das Spaltende. Wie die Schaffung eines Minderheiten- und Autonomiezentrum in Bozen“, so Yildirim.
Den Antrag dazu haben ÖVP, SPÖ und Neos gemeinsam im Nationalrat eingebracht, heute wurde er beschlossen. Die Bundesregierung wird damit ersucht, das Projekt aktiv zu unterstützen. Damit soll die internationale Vorbildwirkung der Südtirol-Autonomie zur Geltung gebracht werden.