„Was die Recherchen von Journalistinnen in den vergangenen Tagen ans Licht gebracht haben ist erschütternd und macht mich tief betroffen“, so SPÖ-Justizsprecherin und Tiroler Frauenvorsitzende NRin Selma Yildirim.
„Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Täter laufen aktuell in Innsbruck. Das ist offenkundig nur die Spitze des Eisberges. 73.000 Männer sind laut diesen Recherchen Mitglieder eines internationalen Vergewaltigungsnetzwerkes. Diese Männer fühlen sich dort sicher, wenn sie Informationen, Fotos und Videos austauschen, wie sie Frauen betäuben, vergewaltigen, missbrauchen und deren Gesundheit aufs Spiel setzen. Oft sind es die Partnerinnen, Ehefrauen aber auch ihre eigenen Mütter und Töchter. Wir sagen daher unmissverständlich: Wir haben die Täter im Blick. Es muss nicht nur die Scham, sondern auch die Angst die Seiten wechseln: Die Angst der Täter, erwischt und zur Rechenschaft gezogen zu werden. In keinem Moment dürfen sie sich sicher fühlen“, betont Yildirim.
„Die Aufgabe der Politik ist es, diese kriminellen Netzwerke zu zerschlagen. Das erfordert in Österreich einen Schwerpunkt aller Ressorts im Rahmen des Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt an Frauen. Es braucht aber auch verstärkte europäische und internationale Zusammenarbeit im Bereich von Kriminalität und Justiz – Stichwort Cybercrime. Bereits beschlossene Änderungen in den Arbeitsabläufen und die Nutzung von KI sollen das erleichtern“, schildert Yildirim.
„Wichtig ist aber auch die Prävention. Wir wollen eine Gesellschaft, die aufsteht, wenn es um Gewalt an Frauen geht. Die klar sagt: Hier gibt es null Toleranz gegenüber den Tätern. Das umfasst Bildung von klein auf ebenso wie Burschen- und Männerarbeit oder Opferschutz. Aktuelle Fälle haben auch gezeigt: Bei Vorfällen mit Betäubungsmitteln gilt es Personal u.a. in medizinischen Einrichtungen entsprechend zu sensibilisieren.“