„Der Nationalrat hat heute den Unterstützungsfonds für Alleinerziehende in der Höhe von 35 Mio. Euro beschlossen. Damit gibt es Hilfe, wenn Unterhaltszahlungen ausbleiben. Das ist ein wichtiger Beschluss, von dem 12.000 Kinder und Jugendliche in Österreich profitieren werden“, freut sich die Tiroler SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim.
„Alleinerziehende sind nicht nur enorm belastet, sie sind auch ganz besonders von Armut betroffen. Schon 2017 haben alle Parteien im Wahlkampf Hilfe versprochen. Wir handeln jetzt! Weil es nicht sein kann, dass Kinder und (in den allermeisten Fällen) Mütter durch die Finger schauen, wenn andere ihrer Verantwortung nicht nachkommen und Unterhaltszahlungen ausbleiben“, betont Yildirim.
Start für den Fonds ist am 1. Juli 2026. Konkret bedeutet das: Monatlich 240,- Euro pro Kind, wenn kein Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss bezahlt wird. Unterstützt werden auch Familien, wenn Kinder nach dem Tod eines Elternteiles keine Hinterbliebenenhilfe bekommen.
„Besonders wichtig ist, dass bei Gewaltbetroffenheit rasch geholfen wird. Dafür gibt es zusätzlich die Möglichkeit, bis zu 4000,- Euro als Starthilfe in akuten Krisensituationen zu bekommen. Das macht es zumindest leichter, sich aus schwierigen oder gefährlichen Situationen zu lösen.“
Über 12.000 Kinder und Jugendliche profitieren:
▶ Unterstützung für rund 3.850 Personen pro Jahr mit (Halb-)Waisen, die keinen Anspruch auf Hinterbliebenenleistungen haben.
▶ Unterstützung für ca. 1.500 gewaltbetroffene Personen, wo Unterhaltsforderungen unzumutbar sind.
▶ Unterstützung für rund 7.500 Personen pro Jahr, wenn für Kinder kein Unterhalt kommt.