Die aktuellen Ergebnisse des European Homelessness Count und der gemeinsame Appell der Innsbrucker Sozialvereine verdeutlichen einmal mehr, dass leistbares Wohnen eine der größten sozialen Herausforderungen unserer Zeit ist. Dass immer mehr Menschen – darunter auch Berufstätige, Familien und Alleinerziehende – Schwierigkeiten haben, eine leistbare Wohnung zu finden, zeigt, dass die Wohnungsfrage längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.
Für die SPÖ Innsbruck sind diese Entwicklungen Bestätigung und Auftrag zugleich. Die Stadtregierung hat in den vergangenen Jahren bereits wichtige Maßnahmen gesetzt, um mehr leistbaren Wohnraum zu schaffen und Grundstücke langfristig für den Wohnbau zu sichern. Gleichzeitig machen die aktuellen Zahlen deutlich, dass dieser Weg konsequent fortgesetzt und weiter ausgebaut werden muss.
„Die Situation am Wohnungsmarkt stellt viele Menschen vor enorme Herausforderungen. Deshalb bleibt die Schaffung von leistbarem Wohnraum eine der zentralen Aufgaben der Innsbrucker Stadtpolitik. Unser Ziel ist klar: Jede und jeder soll sich das Leben in unserer Stadt leisten können“, betont SPÖ-Klubobmann Benjamin Plach.
Plach verweist darauf, dass die Stadt Innsbruck ihre Möglichkeiten konsequent nutzt – sei es durch den Ausbau des gemeinnützigen Wohnbaus, eine aktive Bodenpolitik oder die Sicherung von Flächen für zukünftige Wohnprojekte durch die Ausweisung von Vorbehaltsflächen für den geförderten Wohnbau. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung, dass Wohnungslosigkeit und fehlender leistbarer Wohnraum keine Herausforderung sind, die eine einzelne Stadt alleine bewältigen kann. Es braucht ein gemeinsames Bewusstsein dafür, dass auch die Umlandgemeinden und alle Gemeinden in Tirol ihren Beitrag leisten müssen. Leistbarer Wohnraum darf nicht auf wenige Städte konzentriert werden, sondern muss in allen Regionen ausreichend geschaffen werden. Die Forderungen der Sozialvereine seien dabei eine wichtige Grundlage für die politische Arbeit. Einrichtungen, die täglich mit wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen arbeiten, kennen die Herausforderungen aus erster Hand und liefern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Wohnpolitik.
„Die Expertise der Sozialvereine ist unverzichtbar. Unser gemeinsames Ziel muss sein, Wohnungslosigkeit möglichst zu verhindern und Menschen rasch wieder zu einer sicheren und leistbaren Wohnperspektive zu verhelfen. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit aller politischen Ebenen und der sozialen Einrichtungen. Als Stadt werden wir unseren Teil dieser Verantwortung auch weiterhin wahrnehmen“, so Plach abschließend.