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(c) Michael Kropacek

Fokus auf Lehrausbildung auch auf kommunaler Ebene dringend notwendig!

19.08.2026

SP-Pittracher: „Fachkräfte wachsen nicht auf Bäumen – sie werden ausgebildet. Innsbruck geht mit Wohnungsangebot für Lehrlinge und Lehrbetriebe voran!“

SP-Pittracher: „Fachkräfte wachsen nicht auf Bäumen – sie werden ausgebildet. Innsbruck geht mit Wohnungsangebot für Lehrlinge und Lehrbetriebe voran!“

Die SPÖ Innsbruck unterstützt die aktuelle Forderung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) nach einer stärkeren und qualitätsorientierten Förderung der Lehrlingsausbildung. Die Zahlen zeigen den Handlungsbedarf deutlich: Ende 2025 suchten österreichweit 10.624 Jugendliche sofort eine Lehrstelle, gleichzeitig waren nur 5.117 Lehrstellen verfügbar. Gleichzeitig ist die Zahl der Lehrbetriebe seit 2007 massiv zurückgegangen.

„Wer ständig über den Fachkräftemangel klagt, darf nicht gleichzeitig bei der Ausbildung wegschauen. Fachkräfte wachsen nicht auf Bäumen – sie werden ausgebildet. Deshalb ist es richtig, jene Betriebe stärker zu unterstützen, die Verantwortung für die nächste Generation übernehmen, und jene stärker in die Pflicht zu nehmen, die sich aus der Lehrlingsausbildung zurückziehen“, erklärt Gemeinderat Dominik Pittracher, Vorsitzender des Personalausschusses im Innsbrucker Gemeinderat.

„Daher ist es für uns auch wichtig auch mit Wohnmöglichkeiten Lehrlinge und damit auch die Lehrbetriebe in unserer Stadt zu unterstützen. Startend mit dem Pilotprojekt der Neuen Heimat Tirol (NHT) schaffen wir zielgerichtete Wohnangebote für Lehrlinge in Innsbruck. Vormerkbar sind alle Lehrlinge die in Innsbruck wohnen, oder eine Lehrstelle bei einem Innsbrucker Betrieb haben. Damit bieten wir qualitätsvollen Wohnraum für die Fachkräfte von morgen“, fährt Pittracher fort und verweist auf das österreichweit einzigartige Angebot.

„Die Förderung des Lehrberufes darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, sondern muss mit klaren Taten einher gehen. In Innsbruck gehen wir hier mit unseren neuen Wohnangeboten für junge Menschen in Ausbildung, aber auch mit der stadteigenen Lehrausbildung mit gutem Beispiel voran“, ergänzt der Sozialdemokrat.

Für die SPÖ Innsbruck ist dabei nicht nur die Anzahl der Lehrstellen entscheidend, sondern auch deren Qualität. Öffentliche Förderungen müssen dort ankommen, wo Jugendlichen tatsächlich eine hochwertige Ausbildung geboten wird. Dazu gehören ein strukturierter Ausbildungsplan, die Vermittlung des gesamten Berufsbildes und die Begleitung bis zur Lehrabschlussprüfung.

„Eine Lehrstelle muss mehr sein als ein Arbeitsplatz mit Lehrlingsgehalt. Junge Menschen haben Anspruch auf eine echte Ausbildung, Perspektiven und faire Arbeitsbedingungen. Wer öffentliche Förderungen erhält, muss auch Qualität liefern“, so Pittracher.

Die SPÖ Innsbruck unterstützt daher die Forderung nach einem Fachkräftefonds, durch den ausbildungsbereite Betriebe gezielt gestärkt werden. Gleichzeitig braucht es eine politische Debatte darüber, wie die duale Ausbildung langfristig attraktiver gemacht und Jugendlichen der Einstieg ins Berufsleben erleichtert werden kann. Hier kann eben auch die Schaffung von guten und günstigen Wohnmöglichkeiten ein Schlüssel sein.

„Wir brauchen keine Sonntagsreden über den Fachkräftemangel, sondern mehr Ausbildungsplätze und mehr Qualität in der Ausbildung. Wer Fachkräfte für morgen will, muss heute Lehrlinge ausbilden“, stellt Pittracher abschließend klar.

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