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Yildirim: „Pensionslücke in Tirol liegt bei 43%. Daher: Gleicher Lohn – mehr Pension!“

24.07.2026

SPÖ-Frauen zum Tiroler Equal Pension Day am 25. Juli. Tirol am drittletzten Platz, Frauen bekommen 158 Tage ‚keine‘ Pension.

SPÖ-Frauen zum Tiroler Equal Pension Day am 25. Juli. Tirol am drittletzten Platz, Frauen bekommen 158 Tage ‚keine‘ Pension.

„Klafft schon in Österreich die Pensionslücke im europäischen Vergleich weit auseinander, ist die Situation in Tirol für Frauen nochmal schwieriger. Frauen bekommen bei uns um 43,4% weniger Pension als Männer. Umgerechnet sind das 158 Tage rechnerisch ohne Pension“, verdeutlicht SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim.

Tirol liegt damit im Bundesländervergleich auf dem drittletzten Platz. „Die Pensionsschere schließt sich viel zu langsam. Die hohen Lohnunterschiede, Teilzeitfallen, Care-Arbeit – das alles wirkt sich negativ auf die Pensionen von Frauen aus. Frauen sollen von ihrem Einkommen und von ihrer Pension leben können. Wie das gelingt?: Gleicher Lohn, mehr Pension!“, so Yildirim.

„Das bedeutet halbe-halbe bei bezahlter und unbezahlter Arbeit, Investitionen in die Kinderbildung inkl. Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, wie er jetzt in Tirol kommt. Umgesetzt werden muss auch endlich die Lohntransparenzrichtlinie der EU. Die Neubewertung von Arbeit ist ebenfalls noch eine Herausforderung.“

Seit 2024 wird das Frauenantrittsalter schrittweise angehoben und an das Antrittsalter der Männer angepasst. Diese Maßnahme wurde in den 1990er-Jahren beschlossen. Das bedeutet zwar mehr Erwerbsjahre am Pensionskonto, bringt aber auch viele Herausforderungen mit sich.

„In Arbeit gesund zu bleiben und Betriebe, die ältere Arbeitnehmer:innen beschäftigen sind weitere Grundvoraussetzungen. Rund ein Viertel der Frauen geht aktuell aus der Arbeitslosigkeit oder dem Krankenstand in die Alterspension. In Tourismus, Gastronomie und in der Reinigung ist nur für die Hälfte der Frauen ein direkter Pensionsantritt möglich. Da müssen wir gegensteuern“, betont Yildirim.

 

Maßnahmen zum Schließen der Lohn- und Pensionsschere:

Mehr Investitionen in den Arbeitsmarkt:

Die Regierung investiert besonders in Maßnahmen für Ältere, Frauen, Langzeitarbeitslose und Jugendliche. Weiterbildung schafft neue Chancen.

Aktion 55plus: Das Arbeitsmarktservice (AMS) bietet seit Beginn des Jahres ein Arbeitsmarktprogramm für arbeitslose Personen ab 55 Jahren. Damit wird die Beschäftigung in sozioökonomischen Projekten gefördert.

Lohntransparenz: Schluss mit den Ausreden von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer. Lohntransparenz schafft Klarheit und wird die Lohnschere und damit auch die Pensionsschere verringern!

Länger gesund in Beschäftigung: Seit Anfang des Jahres gibt es die Möglichkeit der Teilpension für Arbeitnehmer:innen mit Pensionsanspruch. Das ist eine Erleichterung für alle, die nicht mehr Vollzeit, aber einige Tage arbeiten können.

Pflege ist Schwerarbeit: Mit der Aufnahme der Pflegeberufe in die Schwerarbeitsregelung wurde eine wichtige Anerkennung für die Mitarbeiter*innen in Pflege- und Gesundheitsberufen geschaffen.

Investitionen in Kinderbildung und Pflege entlasten Frauen. Klar ist aber auch: Care-Arbeit ist nicht Frauensache. Höchste Zeit für Halbe Halbe.

 

Zahlen, Daten, Fakten

Equal Pension Day:

Österreich: 9. August 2026, Pension-Gap: 39,4 Prozent (Verbesserung um 2 Tage im Vergleich zum Vorjahr).

Tirol: 25. Juli 2026 – 43,4 Prozent, drittletzter Platz im Bundesländervergleich.

Am besten schneidet Wien ab: 21. September – 27,4 Prozent.

 

Alterspensionen in Tirol (Dezember 2025):

Männer: 2606,- Euro

Frauen: 1475,- Euro

Gesamt: 1959,- Euro

Berechnung: MA 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik der Stadt Wien, mit Daten-Quelle Pensionsversicherungs-Jahresstatistik (PJ), Dezember 2025

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