Die Diskussion um die mögliche Einhausung der Inntalautobahn im Westen Innsbrucks zeigt, wie groß der Handlungsbedarf ist. Der intensive Austausch mit Anrainerinnen und Anrainern, der Bürgerinitiative, der Stadt Innsbruck, der ASFINAG und weiteren Beteiligten haben deutlich gemacht: Die Belastung für die Bevölkerung ist hoch und der Wunsch nach einer langfristigen Verbesserung der Lebensqualität groß. Für Tirols Landeshauptmannstellvertreter und SPÖ-Tirol-Vorsitzenden Philip Wohlgemuth ist jetzt der richtige Zeitpunkt, gemeinsam den nächsten Schritt zu setzen.
„Die Menschen in Innsbruck-West erwarten sich zu Recht mehr als eine Grundsatzdiskussion. Wir sollten die Chance nutzen und gemeinsam eine fundierte Zukunftsperspektive für den gesamten Bereich entwickeln. Dafür schlage ich eine gemeinsame Studie von Bund, Land, Stadt Innsbruck und ASFINAG vor. Unser Regierungsprogramm enthält ein klares Bekenntnis zu Tunnel-, Galerie- und Einhausungslösungen dort, wo sie sinnvoll und möglich sind. Gleichzeitig bekennt sich der Bund zu einem bedarfsgerechten Ausbau des Lärmschutzes in besonders belasteten Regionen. Jetzt geht es darum, diese Ziele zusammen in konkrete Planungen zu übersetzen. Eine gemeinsame Studie ist dafür der richtige erste Schritt“, betont Wohlgemuth.
Dabei gehe es ausdrücklich nicht nur um die Frage einer möglichen Einhausung der Inntalautobahn, sondern auch um eine gesamtheitliche Betrachtung des Lebensraumes zwischen Mentlberg, Sieglanger, Höttinger Au und Völs. „Wir müssen gemeinsam einen Plan erarbeiten, wie wir diesen Bereich langfristig lebenswerter machen können – mit besserem Lärmschutz, attraktiveren Fuß- und Radverbindungen, neuen Grün- und Begegnungsräumen sowie einer besseren Vernetzung der Stadtteile. Eine Einhausung ist dabei ein wichtiger Baustein, sollte aber Teil einer Gesamtstrategie sein“, erklärt Wohlgemuth und kündigt an, zeitnah Gespräche mit dem Bundesministerium für Verkehr sowie der ASFINAG aufzunehmen. Ziel sei es, gemeinsam die Grundlagen für eine solche Studie zu schaffen.
Die verkehrlichen Herausforderungen in diesem Bereich seien komplex, betont Wohlgemuth und erklärt: „Eine gemeinsame Studie bietet die Möglichkeit, bestehende Planungen zusammenzuführen und unterschiedliche Lösungsansätze fachlich zu bewerten. So schaffen wir eine solide Grundlage für weitere Entscheidungen.“
Für Wohlgemuth ist entscheidend, dass jetzt alle Beteiligten an einem Strang ziehen: „Es bringt nichts, wenn jeder nur Forderungen erhebt. Jetzt geht es darum, gemeinsam einen realistischen Weg zu entwickeln. Wenn Bund, Land, Stadt und ASFINAG zusammenarbeiten, können wir für die Menschen in Innsbruck-West eine spürbare Verbesserung erreichen.“