Laut Medienberichten könnten die Servicestellen der Österreichischen Gesundheitskasse in Imst, Telfs, Zell am Ziller und Kufstein von Einsparungsplänen betroffen sein. Für SPÖ-Landesparteivorsitzenden und Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth wäre das ein fatales Signal.
„Während überall von einer Stärkung des ländlichen Raums gesprochen wird, werden gleichzeitig immer mehr öffentliche Angebote infrage gestellt. Erst die Diskussion über Bezirksgerichte, jetzt mögliche Schließungen von ÖGK-Servicestellen – dieser schleichenden Zentralisierung müssen wir entschieden entgegentreten“, erklärt Wohlgemuth.
„Persönliche Beratung ist kein Luxus, sondern ein Grundservice. Gerade in einem Flächenland wie Tirol braucht es starke regionale Strukturen. Wenn Servicestellen der ÖGK im ländlichen Raum geschlossen werden, trifft das vor allem ältere Menschen, Familien und all jene, die auf persönliche Beratung angewiesen sind. Das wäre aus meiner Sicht der falsche Weg.“
Erst in der vergangenen Landtagssitzung habe sich eine breite Mehrheit für den Erhalt der Tiroler Bezirksgerichte ausgesprochen. „Die Botschaft war klar: Öffentliche Dienstleistungen dürfen nicht immer weiter zentralisiert werden. Dieses Prinzip muss auch für die ÖGK gelten. Digitalisierung kann vieles erleichtern, sie ersetzt aber nicht überall den persönlichen Kontakt und eine wohnortnahe Anlaufstelle. Wer ältere Menschen, Familien oder Berufstätige für jede Angelegenheit quer durchs Land schicken will, verschlechtert die Versorgung statt sie zu verbessern“, so Wohlgemuth.
Die SPÖ Tirol fordert daher eine sorgfältige Prüfung der bekannt gewordenen Überlegungen und spricht sich klar für den Erhalt der regionalen Servicestellen aus. „Persönliche Beratung und ein niederschwelliger Zugang zu öffentlichen Leistungen müssen auch künftig in allen Regionen Tirols gewährleistet bleiben. Gerade im Gesundheitsbereich braucht es Nähe zu den Menschen“, stellt Wohlgemuth klar.