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SPÖ Innsbruck übt harsche Kritik an Vorstoß von Landesrat & ÖVP-Stadtparteiobmann Gerber

10.07.2025

Dominik Pittracher: „Wissen Sie eigentlich, wie lange z. B. ein Kellner für eine Eigentumswohnung in Innsbruck arbeiten muss, Herr Stadtparteiobmann?“

Dominik Pittracher: „Wissen Sie eigentlich, wie lange z. B. ein Kellner für eine Eigentumswohnung in Innsbruck arbeiten muss, Herr Stadtparteiobmann?“

Der gemeinsame Vorstoß von Landesrat und ÖVP-Stadtparteiobmann Mario Gerber mit den Vertreter:innen der Bauwirtschaft, vor allem die Schaffung von Eigentum zu forcieren, stößt nicht überall auf Wohlwollen: „Es ist doch absurd, davon zu sprechen, dass durch günstige Zinsen und geringere Nebenkosten die Schaffung von Eigentum auf einmal leistbar würde. Bei Quadratmeterpreisen von knapp 7000 Euro kostet eine Wohnung mit 80 m2 mehr als eine halbe Million Euro und durch eine Streichung der Grundbuch-Gebühr spare ich dabei etwa 5500 Euro – das als Maßnahme für leistbares Eigentum zu bezeichnen, ist ein schlechter Scherz!“, geht SPÖ-Gemeinderat Dominik Pittracher mit Gerbers Vorschlag hart ins Gericht.

„Ich frage mich ehrlich, ob dem Herrn Tourismuslandesrat und Stadtparteiobmann eigentlich bewusst ist, wie prekär die Situation in Innsbruck wirklich ist. Während wir astronomische Wohnungspreise haben, verharren gleichzeitig die Gehälter gerade im Tourismus auf einem niedrigen Niveau“, kritisiert der Betriebsrat Pittracher und fügt hinzu: „Anstatt bei den Gehältern aber nachzubessern und damit auch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, diskutiert der Tourismus scheinbar lieber darüber, ob man aus dem Kollektivvertrag aussteigen solle, wie wir letztes Jahr gesehen haben.“

In Bezug auf leistbaren Wohnraum schwebt der SPÖ ein anderes Konzept vor: „Wir wissen, dass es ein Rezept gibt, das wirklich langfristig leistbares Wohnen bringt, nämlich kommunaler Wohnbau, der sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert und nicht an Renditen von Investoren. Es ist wirklich bemerkenswert, wie sehr die ÖVP den Anschluss an die Lebensrealitäten der Innsbrucker:innen verloren zu haben scheint“, schließt Pittracher

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