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SPÖ ordnet den außer Kontrolle geratenen Wohnungsmarkt auf allen Ebenen

28.04.2026

Plach: „Eingriffe in den Mietmarkt waren längst überfällig. Maßnahmen der Stadtregierung müssen konsequent fortgesetzt werden.“

Plach: „Eingriffe in den Mietmarkt waren längst überfällig. Maßnahmen der Stadtregierung müssen konsequent fortgesetzt werden.“

Laut einer aktuellen Untersuchung der AK Tirol sind die Mieten in Innsbruck seit 2021 um 34 Prozent gestiegen. Für Klubobmann Benjamin Plach, Vorsitzender der SPÖ Innsbruck, sind die Gründe für den enormen Anstieg vielfältig, aber: „Was sich besonders als Begründung hervortut, sind die Jahre der Hochinflation. Während dieser Zeit war es möglich und absolut legal, innerhalb von Mietverträgen mit einer Indexklausel die Mieten um fünf, sechs, sieben oder sogar acht Prozent zu erhöhen. Und das, obwohl diesen Mehreinnahmen der Vermieter in vielen Fällen keinerlei entsprechende Mehrausgaben zugrunde liegen, zumindest nicht in der entsprechenden Höhe. Natürlich darf man Vermieter nicht unter Generalverdacht stellen, aber es gab in dieser Zeit der Hochinflation sehr wahrscheinlich einige Trittbrettfahrer, die auf der Teuerungswelle mitgeritten sind und sich ein schönes Körberlgeld auf Kosten der Mieter:innen verdient haben. Wenn man sich beispielsweise die Zahlen des Momentum Instituts zu Einkommen aus Vermietung ansieht, wird auch klar, dass es sich hier um eine massive Umverteilung von unten nach oben gehandelt hat. Denn über 80 % der Mietzahlungen gehen an das reichste Fünftel der Österreicher:innen.“

Ein wichtiger Schritt seien die neuen Regeln für Mieten unter SPÖ Wohnminister Andreas Babler gewesen: „Es ist gut, dass das in Zukunft in diesem Ausmaß nicht mehr möglich sein wird, seit die Bundesregierung unter Federführung der SPÖ die Mietsteigerungen auch am freien Markt reguliert hat. Das ist ein wichtiger Eingriff in einem Bereich, wo der Markt seit Jahren komplett versagt. Hätte die schwarz-grüne Bundesregierung diese Maßnahme bereits zu Beginn der Inflationswelle 2021/22 gesetzt, hätte sich die Situation am Mietmarkt in Innsbruck vermutlich weniger gravierend entwickelt“, so Plach. Natürlich steuere Innsbruck innerhalb seines eigenen Wirkungsbereichs auch massiv gegen: „Wir haben mit Neubau und Sanierung unserer städtischen Wohnungen, den Vorbehaltsflächen, der strengsten Raumordnungs- und Widmungspolitik Tirols sowie der 75/25 Mehrwertregel eine gut gefüllte Werkzeugkiste im Kampf gegen die außer Kontrolle geratenen Wohnpreise. Wir greifen ordnend ein, ob auf Bundes-, Landes- oder Gemeindeebene. Aber, so ehrlich müssen wir auch sein, bis sich die Situation in Innsbruck wieder etwas normalisiert und alle Maßnahmen wirken, wird es noch etwas Zeit brauchen“, schließt Plach.

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