Mit dem neuen Wohnprojekt „Junges Wohnen“ setzt die Stadt Innsbruck gemeinsam mit der Neuen Heimat Tirol (NHT) einen weiteren wichtigen Baustein für leistbares Wohnen in Innsbruck. Insgesamt entstehen in der Andechsstraße 70 in der Reichenau 42 geförderte Wohnungen mit 96 WG-Zimmern, die gezielt an Studierende und Lehrlinge vergeben werden. Die Zimmer werden bereits ab 290 Euro angeboten und sollen jungen Menschen den Zugang zu leistbarem Wohnraum in Innsbruck ermöglichen.
Durch das neue Kooperationsmodell erhalten die Österreichische Hochschüler:innenschaften in Innsbruck (ÖH) sowie die Arbeiterkammer Tirol (AK) – in Abstimmung mit der Wirtschaftskammer Tirol – das Vorschlagsrecht für die Vergabe der Wohnungen. „Dadurch wird sichergestellt, dass der Wohnraum schnell jene jungen Menschen erreicht, die ihn am dringendsten benötigen. Die Vergabe erfolgt nach klaren Richtlinien. Die Wohnungen werden mit auf 5 Jahre befristeten Mietverträgen vergeben, wobei ein Hauptwohnsitz in Innsbruck Voraussetzung ist“, erklärt Gemeinderätin Daniela Hackl von der SPÖ Innsbruck, die die Kooperation maßgeblich mitverhandelt hat.
Die Kooperationsvereinbarung wurde in der heutigen Sitzung des Innsbrucker Gemeinderats mit breiter Mehrheit beschlossen. Lediglich die KPÖ enthielt sich als einzige Fraktion der Stimme. Für die SPÖ ist die Enthaltung bei diesem Leuchtturmprojekt in Sachen leistbarem Wohnen nicht nachvollziehbar: „Die KPÖ bemüht in jeder Rede im Gemeinderat das leistbare Wohnen und kritisiert zurecht, dass wir in Innsbruck zu wenig leistbaren Wohnraum haben. Das Junge Wohnen ist ein konkretes, neues Projekt, das zukünftig wirklich das Potential hat, den Wohnungsmarkt in Innsbruck deutlich zu entlasten – und trotzdem können sich die kommunistischen Mandatar:innen zu keiner Zustimmung durchringen. Noch schlimmer: Sie stellen sogar Korruption und Misswirtschaft bei der Vergabe der Wohnungen durch die AK in den Raum. Das ist an Absurdität kaum noch zu überbieten. Der Eindruck drängt sich auf, dass hier die eigene politische Inszenierung im Mittelpunkt steht und nicht tatsächliche Verbesserungen für junge Menschen in Innsbruck“, so Klubobmann Benjamin Plach, Vorsitzender der SPÖ Innsbruck.
Gemeinderätin Daniela Hackl ergänzt: „Gerade eine Partei, die leistbares Wohnen regelmäßig zu ihrem politischen Kernthema erklärt, hätte bei einem Projekt, das bezahlbaren Wohnraum schafft, ein klares Bekenntnis abgeben müssen. Die Situation am Innsbrucker Wohnungsmarkt lässt kein Zögern mehr zu, leistbares Wohnen braucht Entscheidungen, statt Enthaltungen!“