Der hohe Leerstand in der Innsbrucker Innenstadt veranlasste sowohl die Tiroler Grünen als auch die Neos dazu, Vorschläge für eine Verbesserung der Situation zu machen. Aus Sicht der Innsbrucker SPÖ taugen die Vorschläge nur bedingt, um Leerstand von Gewerbeflächen zu vermeiden bzw. die Innenstadtwirtschaft zu fördern: „Wenn Frau Arslan von ‚Investitionen und Wirtschaftsförderung‘ spricht, dann sind das politische Schlagwörter ohne Substanz. Innsbruck investiert massiv in die Aufwertung von zentralen städtischen Plätzen – siehe Altstadt oder Bozner Platz. Ein zentrales Problem – wie sie auch selbst sagt – sind die hohen Mieten. Hier sind städtische Spielräume aber sehr beschränkt. Der Idee einer Leerstandsabgabe für Gewerbeflächen hingegen ist etwas abzugewinnen, wenn man sieht, dass leerstehende Gewerbeflächen teilweise monate- oder jahrelang mit horrenden Preisen inseriert werden. Ein weiterer wirksamer Hebel wäre eine Mietpreisbremse auch für den gewerblichen Bereich, das forcieren wir in Innsbruck durch den Abschluss von Raumordnungsverträgen“, so Klubobmann Benjamin Plach, Vorsitzender der SPÖ Innsbruck.
Eine klare Absage erteilen die Innsbrucker Roten der Idee einer Abschaffung des freien Sonntags: „Ich frage mich, ob Frau Obermüller schon einmal mit Angestellten im Handel gesprochen und gefragt hat, was sie von einer Sonntagsöffnung halten. Spoiler: Wenig bis gar nichts. Erst wird in Zeiten der Hochinflation Lohnzurückhaltung gefordert und im Nachgang sollen die Handelsmitarbeiter:innen auch noch mit zusätzlichen Öffnungstagen belastet werden. Der nächste logische Schritt aus Sicht der Neos wäre dann auch noch die Abschaffung des Sonntagszuschlags – die neoliberale Horror-Trilogie“, warnt Gemeinderat Dominik Pittracher, der selbst als Betriebsrat tätig ist.