„Gewaltschutz geht alle an und so wird das Thema auch gesamtgesellschaftlich angegangen. Die Bundesregierung hat heute auf Initiative von SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner heute den Nationalen Aktionsplan Gewaltschutz beschlossen. Entstanden ist ein verbindlicher, ressortübergreifender Fahrplan um Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu bekämpfen und so gut als möglich durch Präventionsarbeit zu verhindern“, freut sich SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim.
„Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles Problem und braucht daher einen umfassenden Ansatz. Der Nationale Aktionsplan setz genau so an: von der Bildung über Männlichkeitsbilder, den Schutz besonders vulnerabler Gruppen, Gewaltschutz im digitalen Raum, durch die Früherkennung im Gesundheitswesen. Es wurden acht Hauptbereiche definiert, Maßnahmen inklusive Zeitplan festgelegt“, schildert Yildirim und nennt Beispiele:
Das Sexualstrafrecht wird 2026 evaluiert und verschärft, das Betretungsverbot ausgeweitet und die Strafbarkeit von Deepfakes sowie Cyber-Stalking wird geregelt. In Schulen werden Gewaltschutz und Gleichstellung flächendeckend in Lehrpläne verankert, die Sexualpädagogik ausgebaut. Für vulnerable Bereiche wie Pflege und kontaktintensive Arbeitsbereiche werden Schulungen entwickelt, während die Arbeitsinspektion Schwerpunktkontrollen in vulnerablen Bereichen durchführt.
Im Gesundheitsbereich kommt eine einheitliche Verletzungsdokumentation und ein Gefährdungseinschätzungs-Tool zum Einsatz. Täter müssen verpflichtende Anti-Gewalt-Trainings absolvieren, während Betroffene durch barrierefreie Beratungsstellen, Schutzbriefe gegen FGM/C und Unterstützung bei der Wohnraumsuche gestärkt werden.
„Wir heben Gewaltschutz auf eine neue Ebene und geben ihm höchste Priorität. Weil jede Frau, der Gewalt widerfährt, eine zu viel ist. Gemeinsam arbeiten wir 365 Tage im Jahr gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“, so Yildirim abschließend.