Die Tiroler Landesregierung hat einen Masterplan für die Tiroler Fachberufsschulen und Landesschüler:innenheime präsentiert, nach welchem bis zum Jahr 2035 rund 200 Millionen investiert werden sollen: „Die Lehre wurde lange als Bildungsweg zweiter Wahl behandelt und gegenüber einer Ausbildung mit Matura abgewertet. Das ist nicht nur falsch, sondern angesichts des Fachkräftemangels auch kurzsichtig. Unsere Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen und damit unverzichtbar für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes“, erklärt Nicole Heinlein, Bildungssprecherin und Gemeinderätin der SPÖ Innsbruck.
Eine wirkliche Aufwertung der dualen Ausbildung müsse sich sowohl in den pädagogischen als auch in den räumlichen Rahmenbedingungen zeigen: „Gute Bildung braucht auch gut ausgestattete und einladende Schulen – nicht umsonst wird oft vom Raum als dem ‚dritten Pädagogen‘ gesprochen, neben Lehrpersonen und Schüler:innen. Für Innsbruck ist vor allem die Weiterentwicklung der Schulen am Lohbachufer und in der Mandelsbergerstraße von großer Bedeutung. Lehrlinge aus ganz Tirol kommen für ihre Ausbildung zu uns nach Innsbruck. Nicht zuletzt deshalb haben wir als Stadt mit unserem ‚Jungen Wohnen‘ ein spezifisches Angebot für Lehrlinge im Bereich leistbaren Wohnens geschaffen“, betont Heinlein.
Der Masterplan sei ein wichtiges Signal, brauche aber rasch einen verbindlichen Zeitplan und eine gesicherte Finanzierung. „Der Handlungsbedarf ist festgestellt. Jetzt müssen Land, Gemeindeverband und Stadt gemeinsam dafür sorgen, dass aus der Strategie Verbesserungen für die Lehrlinge werden“, so Heinlein abschließend.