Die Teuerung macht den Tiroler:innen zu schaffen, undurchsichtige Preisunterschiede zum Nachteil Tirols und teils sogar zwischen den Regionen ärgern umso mehr. Der Bevölkerung zur Seite stehen will die SPÖ mit Landesparteichef LH-Stv. Philip Wohlgemuth: Er fordert die Wiedereinberufung des Anti-Teuerungsrats – und Erklärungen für die Preisunterschiede. Unterstützung kommt vom SPÖ-Stadtparteivorsitzenden in Innsbruck, Klubobmann Benjamin Plach.
„Es kann nicht sein, dass Tirol bei den Löhnen hinten liegt und gleichzeitig unter den höchsten Preisen leidet. Diesen Widerspruch dürfen und werden wir als SPÖ nicht hinnehmen. Dass sich LH-Stv. Philip Wohlgemuth in der Landesregierung für die Menschen einsetzt und den Anti-Teuerungsrat reaktivieren will, begrüße ich deshalb sehr. Ebenso wie den Willen, die Gründe für die Preisunterschiede ans Licht zu zerren“, betont Plach: „Dass dabei auch die Preise fürs Wohnen analysiert werden sollen, ist für uns in Innsbruck besonders wichtig. Bereits jetzt setzen wir als Stadtregierung eine Vielzahl an Maßnahmen, von den Vorbehaltsflächen, über die massive Stadtwohnbau-Offensive und einen Spekulationsstopp bis hin zu spezifischen, leistbaren Angeboten für Junges Wohnen und Senior:innen. Umso wichtiger ist es, dass wir mit Philip Wohlgemuth einen Landeshauptmann-Stellvertreter an unserer Seite haben, der auch vonseiten des Landes alle Maßnahmen ergreift, um die Teuerung insbesondere bei den Mieten in den Griff zu bekommen!“
Der Anti-Teuerungsrat soll Antworten auf die Preisunterschiede wie auch konkrete Maßnahmen liefern. Die Bilanz spricht dabei für das Gremium: 2022 auf SPÖ-Initiative ins Leben gerufen, ist der Anti-Teuerungsrat der Ursprung für mehrere Unterstützungsmaßnahmen, darunter der Tirol-Zuschuss für Wohn- und Heizkosten. Insgesamt wurden bis Ende 2023 knapp 140.000 Anträge bearbeitet und zur Teuerungsbekämpfung fast 37 Millionen Euro an Zuschüssen ausbezahlt.
„Wir haben 2022 den Teuerungsrat eingerichtet, um Politik, Sozialpartner und Wissenschaft an einen Tisch zu holen und nicht nur über Teuerung zu reden, sondern konkrete Maßnahmen daraus abzuleiten. Genau diesen Zugang brauchen wir jetzt wieder“, sagt Tirols SPÖ-Chef Wohlgemuth, der sich zugleich für eine Stärkung der Bundeswettbewerbsbehörde ausspricht und ebenso Bundeskanzler Stocker auffordert, gemeinsam mit der SPÖ den Druck auf die EU-Kommission zu erhöhen, um den gerade bei Lebensmitteln berüchtigten Österreich-Aufschlag zu beseitigen.