„Nach dem internationalen Frauentag ist vor dem internationalen Frauentag, denn Frauen sind noch immer nicht gleichberechtigt “, sind sich SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner und Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim einig.
„In Österreich hatte Frauenpolitik in den vergangenen Jahren nicht den Stellenwert, den wir uns gewünscht haben. In der EU ist es gelungen wichtige Initiativen auf den Weg zu bringen, die jetzt in Österreich umgesetzt werden müssen. Dafür werden wir uns einsetzen. Mit Eva-Maria Holzleitner als neue Frauenministerin haben wir eine starke Verbündete. Wir stehen für einen Aufschwung in der Frauenpolitik. Gerechte Einkommen und Arbeitsteilung, Selbstbestimmung, Gesundheitsversorgung und Gewaltschutz stehen ganz oben“, schildert Yildirim.
EU-Abgeordnete Evelyn Regner: „Im Jahr 2025 sind wir in Sachen Gleichstellung noch lange nicht dort angekommen, wo wir sein könnten. Während ahistorische ,Trad-Wives‘ in den sozialen Medien die Rückkehr zu traditionellen Rollenbildern ausrufen, nutzen rechte Parteien diese Trends für sich und setzen alles daran, diese rückwärtsgewandten Vorstellungen mit ihrer Politik zur Realität zu machen. Umso wichtiger ist es jetzt, Frauenrechte gesetzlich so zu verankern, dass nicht mehr so einfach an ihnen zu rütteln ist. In der EU haben wir bereits vorgelegt: In den letzten drei Jahren haben wir so viele Gesetze beschlossen, die Frauen zugutekommen, wie noch nie. Von verpflichtenden Frauenquoten in Aufsichtsräten, über das Schließen der Lohnschere bis hin zum Gewaltschutzpaket.“
Die Europäische Union hat viel erreicht, wenn es um Rechte und Gleichberechtigung von Frauen geht. Das wirkt sich unmittelbar auf Österreich aus: „Jetzt geht es an die Umsetzung. So werden wir das Leben der Frauen Schritt für Schritt und nachhaltig verbessern. Für uns steht fest: Ob Europa, Österreich oder Tirol, wir müssen Frauen auf allen Ebenen und in allen Lebensbereichen stärken“, betonen Regner und Yildirim.