Im Nationalrat wurde heute der österreichische Wohnschirm bis zum Jahr 2029 verlängert. Die Bundesregierung stellt dafür jedes Jahr 28 Mio. Euro zur Verfügung.
„Damit wird den Schwächsten in der Gesellschaft geholfen. Zum Beispiel durch die Übernahme von Mietrückständen oder durch einen Wohnungswechsel. Ziel ist es, Familien in Not zu unterstützen und Wohnungslosigkeit zu verhindern. Das ist eine wichtige und gute Sache. Niemand soll auf der Straße stehen, weil er durch Teuerung und hohe Wohnkosten unter Druck geraten ist. Schon gar nicht Familien mit Kindern“, begrüßen NRin Selma Yildirim und Landtagsvizepräsidentin Wohnbausprecherin Elisabeth Blanik das Gesetz, dem alle Fraktionen zugestimmt haben.
Geholfen wird rasch und unbürokratisch. „Wir stehen für einen starken Sozialstaat, der niemanden zurück lässt. Auch die Gesellschaft profitiert, denn nichts ist teurer, als die sozialen Folgekosten von Wohnungslosigkeit.“
Das Gesetz gibt es seit März 2022. Seither konnte in fast 16.000 Fällen verhindert werden, dass Menschen ihre Wohnung verlieren:
▶ In 6.500 Fällen war bereits ein Räumungsverfahren eingeleitet.
▶ In rund 2.800 Fällen stand sogar schon ein Delogierungstermin fest.
▶ Insgesamt wurden bisher mehr als 39.100 Menschen unterstützt, darunter rund 13.000 Kinder und Jugendliche. Mehr als die Hälfte der erwachsenen unterstützten Personen waren Frauen.
▶ Zusätzlich hilft Wohnschirm Housing First wohnungslosen Menschen beim Neustart: Mehr als 1.200 Personen wurden unterstützt, rund 500 Wohnungen konnten vermittelt werden.