Fünf Polizeiinspektionen in Tirol sollen bereits ab Anfang März geschlossen werden. SPÖ-Justizsprecherin Selma Yildirim ortet bereits Folgen einer bevorstehenden blau-schwarzen Koalition auf Bundesebene: „Bereits unter Schwarz blau 1 und 2 hat es Schließungen und Zusammenlegungen von Polizeiinspektionen gegeben. Besonders für den ländlichen Raum bedeutet das eine weitere Schwächung. Schließlich geht es hier unmittelbar um die Sicherheit der Bevölkerung, die den Blauen und Schwarzen angeblich so wichtig ist.“
Yildirim will die Fakten auf dem Tisch haben. Sie hat in der Nationalratssitzung am Mittwoch eine parlamentarische Anfrage an den Innenminister eingebracht: „Ich möchte wissen, was sich das Innenministerium von den Posten-Schließungen bei der Polizei erwartet. Welche Kosten werden eingespart, wird beim Personal gekürzt, was ist der Hintergrund für diese Aktion?“
Bei der Polizei in Tirol gab es im vergangenen Jahr eine Steigerung bei den Beamten, die die Polizei aus freien Stücken verlassen haben. „Hinzu kommt, dass wir immer noch ein Personalproblem haben und Mitarbeiter:innen durch Überstunden stark belastet sind. Alleine mehr Polizeischüler:innen aufzunehmen, wird das Problem nicht lösen. Die Bediensteten leisten großartige Arbeit. Es braucht aber gute Arbeitsbedingungen, damit die Leute im Job bleiben. Das bedeutet Vereinbarkeit von Beruf und Familie ebenso wie attraktive Arbeitsplätze“, so Yildirim. Aktuell fehlen laut parlamentarischen Anfragen 4000 Polizist:innen in Österreich.
Die Anfrage finden Sie hier:
Schließung von Polizeiinspektionen in Tirol (360/J) | Parlament Österreich