„Her mit gerechten Löhnen!“, fordern die Tiroler SPÖ-Frauen mit Vorsitzender NRin Selma Yildirim und den Stellvertreterinnen Elisabeth Fleischanderl (Klubobfrau im Landtag) sowie Sonja Föger-Kalchschmied (gf ÖGB-Vorsitzende) zum Equal Pay Day.
Der fällt heuer in Tirol auf den 26. Oktober. Damit beträgt die Lohnschere zwischen Frauen und Männer 18,1%. Tirolerinnen arbeiten somit 67 Tage lang ‚gratis‘. (Österreich: 5. November, 57 Tage).
„Frauen wollen endlich gerechte Bezahlung statt jedes Jahr wieder einen Equal Pay Day. Der sollte auf den 31. Dezember fallen. Das ist unser Ziel. Dazu braucht es die Lohntransparenz, die längst umgesetzt gehört. Für die Blockade von Wirtschaftskammer und Co. haben wir überhaupt kein Verständnis. Was gibt es da zu verstecken? Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist in Österreich Gesetz. Wir kämpfen daher für die Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie in Österreich. Mit den ewigen Ausreden und der Geheimniskrämerei muss endlich Schluss sein. Wer fair bezahlt, braucht sich vor Transparenz nicht fürchten“, so die SPÖ-Frauen.
Weiterhin ein Thema ist die Neubewertung von Arbeit. „Berufe, in denen mehrheitlich Männer arbeiten, werden immer noch besser bezahlt. Mehr Frauen für Naturwissenschaften und Technik begeistern und mehr Männer für Sozialwesen und Bildung, davon würde die Gesellschaft profitieren.“ Die Bundesregierung stellt u.a. mehr Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik wie das AMS-Frauenprogramm, Förderung von Frauen in Handwerk und Technik sowie für den Wiedereinstieg zur Verfügung.
„Ein zentraler Punkt ist Halbe Halbe, also die gerechte Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit. Familie ist Teamarbeit. Sobald Kinder da sind, geht die Lohnschere noch weiter auf. Ion Österreich sin d Männer in Karenz noch immer eine kleine Minderheit. Das ist aber kein Naturgesetz. Andere Länder machen die gerechtere Aufteilung von Familienarbeit vor. Dazu braucht es auch Unternehmen, die Karenz und Elternteilezeit ohne berufliche Nachteile ermöglichen. Außerdem den Ausbau von Kindergärten und Ganztagsschulen. Tirol geht mit dem Recht auf Vermittlung eines Kinderbetreuungsplatzes voran.“