Innsbruck ist ein Eldorado für Anleger und Immo-Spekulanten – soweit bekannt und wenig überraschend. Die SPÖ Innsbruck hat sich bereits in der letzten Periode klar als Verfechterin leistbaren Wohnraums positioniert und gegen sämtliche aktuellen Betongold-Beispiele gestimmt: „Ob Pema-2 oder Stadtcarré: Hier gab es in den vergangenen Jahren Mehrheiten, als SPÖ haben wir klar vor diesen verfehlten Wohnbauprojekten gewarnt und anders als die meisten anderen Parteien dagegen gehalten. Auch das Projekt in der Innstraße 115 ist ein eindrückliches Negativbeispiel. Es wurde in der letzten Periode von einer Allianz von Mitte-Rechts inklusive FPÖ und Liste Fritz ermöglicht, diese Mehrheiten gehören aktuell der Vergangenheit an. Als SPÖ in der Regierung sind wir der Garant, dass es für solche Investorenprojekte kein grünes Licht mehr gibt in Innsbruck!“, erinnert Vizebürgermeisterin Elli Mayr an den aufsehenerregenden Beschluss des Innstraßenprojekts aus dem Jahr 2023, vor dem Architektenkammer und Gestaltungsbeirat gewarnt hatten.
Klubobmann Benjamin Plach, Vorsitzender der SPÖ Innsbruck, sieht vor allem auch im Umgang mit Nachverdichtungen im Bauland einen Schlüssel in der Wohnbaupolitik: „Bei höherer Dichte muss ein öffentlicher Mehrwert gewährleistet sein. Wohnen ist ein Grundbedürfnis und so ist es aus unserer Sicht auch die Aufgabe der Stadt, für genügend leistbaren Wohnraum zu sorgen. Wir holen gerade nach, was lange Zeit verabsäumt wurde. Das geht zwar nicht von heute auf morgen, ist aber dennoch eine tagtägliche politische Aufgabe“, stellt Plach klar und sieht deshalb die Notwendigkeit für ein Maßnahmenbündel: „Die Lage ist bereits so prekär, dass wir jetzt an allen Stellschrauben drehen müssen. Hier gibt es keine einfache Lösung, die man beschließen kann und morgen umsetzt. Deswegen nutzen wir sämtliche uns zur Verfügung stehenden Werkzeuge – von der Bekämpfung illegaler Kurzzeitvermietung, der Bekämpfung von Leerständen, über eine strikte Raumordnungspolitik und die Verordnung von Vorbehaltsflächen, bis hin zum Bau von Stadtwohnungen. Leistbarer Wohnraum ist ein Marathon, kein Sprint“, so Plach abschließend.