Zum heutigen Internationalen Aktionstag für Frauengesundheit macht die Tiroler SPÖ-Landesfrauenvorsitzende und Nationalrätin Selma Yildirim auf die strukturellen Ungleichheiten im Gesundheitsbereich aufmerksam: „Frauen haben andere gesundheitliche Bedürfnisse als Männer – trotzdem wird das im Alltag der medizinischen Versorgung noch viel zu selten berücksichtigt.“
Ob bei der Vorsorge, in der Diagnostik oder bei Therapien: Frauen sind in vielen Bereichen unterversorgt oder falsch behandelt, weil medizinische Forschung jahrzehntelang vor allem auf Männerkörper ausgerichtet war. „Das beginnt bei der schlichten Tatsache, dass viele Studien an Männern durchgeführt wurden – mit Folgen für Millionen Frauen weltweit“, so Yildirim.
Schwerpunkte in Tirol – noch viele Lücken
Tirol hat bereits wichtige Schritte gesetzt – von frauenspezifischen Beratungsstellen bis zu Bildungs- und Präventionsangeboten. „Aber gerade im ländlichen Raum brauchen wir besseren Zugang zu gynäkologischer Versorgung, zu Informationen rund um Menstruation, Kinderwunsch, Wechseljahre oder psychische Gesundheit.“
Mehr mentale Gesundheit, mehr Gerechtigkeit
Frauen leisten den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit – das hinterlässt Spuren: psychisch, emotional und körperlich. „Wir müssen mentale Gesundheit stärker thematisieren – ohne Tabus, ohne Schuldzuweisungen, aber mit konkreten Angeboten und politischem Willen“, betont Yildirim.
Frauengesundheit ist Menschenrecht
„Gesundheit darf kein Luxus sein – und sie darf nicht von Geschlecht, Einkommen oder Wohnort abhängen. Frauengesundheit ist ein Menschenrecht. Daran erinnert uns dieser Aktionstag – und daran arbeiten wir Tag für Tag“, so die Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol abschließend.