„Jahrzehntelang wurde in Innsbruck versucht, den astronomischen Wohnpreisen mit immer noch mehr privaten Bauten Herr zu werden, ohne auf Kriterien wie Leistbarkeit zu achten. Wohin das geführt hat, sehen wir heute: explodierende Mieten und gleichzeitig ein grassierender Leerstand. Umso verwunderlicher ist es, dass die Vertreter der WK Tirol die gravierende Leerstandsproblematik zum ‚Nebenschauplatz‘ degradieren. Scheinbar ist die Lösung der Tiroler Wirtschaftskammer, den gleichen Fehler einfach weiterzumachen und ein anderes Ergebnis zu erwarten. Der Innsbrucker Wohnungsmarkt funktioniert schon lange nicht mehr nach den vermeintlich selbstregulierenden Kräften von Angebot und Nachfrage“, so SPÖ Innsbruck Vorsitzender KO Benjamin Plach.
„Wohnraum zu schaffen ist nicht einfach nur eine Wirtschaftsförderung. Hier geht es konkret um ein Grundbedürfnis von uns allen. Deshalb muss geförderter, leistbarer Wohnraum, der sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert, immer Vorrang vor unleistbaren Spekulationsobjekten haben. Grund und Boden ist in unserer Stadt ein kostbares Gut. Hier gilt es, brachliegendes Bauland für den leistbaren Wohnraum, auch im Sinne der Bauwirtschaft zu mobilisieren. Betongold darf keine politische Priorität haben. Langsam sollte das auch den Ewiggestrigen in der Wirtschaftskammer klar sein“, geht Plach mit den Vertretern der Tiroler WK hart ins Gericht.
„Die erst kürzlich präsentierte Wohnbedarfsstudie zeigt klar, dass der Neubaubedarf wesentlich niedriger ist als bisher angenommen. Es muss daher der primäre Fokus auf der Schaffung von gefördertem, leistbarem Wohnbau liegen, die Vertreter der Wirtschaftskammer sind hier gerne eingeladen, auch hier ihren Beitrag zu leisten. Unser Ziel als SPÖ ist es jedenfalls, unsere Wohnbaupolitik an funktionierenden Vorbildern auszurichten, Stichwort: Wien. Dort sehen wir, wie Mietpreise in Schach gehalten werden können, nämlich durch massive öffentliche Investitionen in den geförderten Wohnbau, wo sinnvoll und notwendig auch in Kooperation mit der privaten Immobilienwirtschaft. Ich bin froh, dass wir hier gemeinsam mit unseren Koalitionspartnern an einem Strang ziehen!“, schließt Plach