Fabian Walch fällt im Innsbrucker Gemeinderat immer wieder durch spaltende Wortmeldungen am rechten Rand des Verfassungsbogens auf. Nun war Walch gemeinsam mit Christoph Albert, einer zentralen Figur der rechtsextremen Identitären Bewegung, gemeinsam bei einer Veranstaltung der deutschnationalen schlagenden Burschenschaft Cruxia in Leoben als Redner für ein Seminar eingeladen. „Wir sind nicht überrascht, aber sehen uns in unseren Warnungen bestätigt. FPÖ-Gemeinderat Walch bedient sich nicht nur in seinen Reden im Gemeinderat oder im digitalen Raum rechter Rhetorik, sondern stellt diese auch anderswo öffentlich zur Schau. Fragwürdig ist seine Arbeit als Gemeinderat überhaupt, denn neben rechten Parolen fällt vor allem auf, dass Herr Walch keinerlei Vision oder Plan für unsere Stadt zu haben scheint und sein politisches Mandat eher der Selbstdarstellung und Stimmungsmache dient. Rhetoriktrainings und die Verwendung von kontroversen Kampfbegriffen machen eben noch keinen guten Politiker!“, stellt SPÖ-Gemeinderätin Daniela Hackl klar.
Gemeinderat und stellvertretender SPÖ-Klubobmann Dominik Pittracher fordert indes die FPÖ-Führung in Tirol auf, Konsequenzen zu ziehen: „Diese Hetze und künstliche Spaltung geht weit über Meinungsfreiheit hinaus und hat ein Maß erreicht, das schädlich für unsere Demokratie und die Menschen darin ist. Die FPÖ stellt sich immer gern als patriotische Partei dar. Wirkliche Patriot:innen wüssten, dass sich Österreich im Staatsvertrag von 1955 dazu bekannt hat, faschistische, demokratiefeindliche und nazistische Strömungen zu verhindern (Artikel 9). Dieser Verantwortung hat nun Markus Abwerzger in seiner eigenen Partei nachzukommen und Fabian Walch zum Rückzug aus der Politik und aus all seinen politischen und parteipolitischen Funktionen zu bewegen! Als SPÖ verstehen wir uns als patriotische Partei, deren politisches Denken und Handeln auf unserer Verfassung, dem Staatsvertrag von 1955 und damit den Grundpfeilern unserer Republik basiert.“ Und weiter: „Wahrer Patriotismus ist konsequenter Antifaschismus! Deswegen spielen wir bei diesem falschen politischen Spiel nicht mit, sondern setzen uns im Gegenteil weiter für eine offene Gesellschaft und ein funktionierendes Miteinander in unserer Stadt“, schließt Pittracher.