„Die Lohnschere schließt sich in Mikroschritten. Wir wissen aber, dass die Lebensrealitäten von Frauen ganz anders aussehen. Wir wollen endlich gerechte Bedingungen für Frauen und sehen da auch eine Verantwortung bei den Männern. Halbe-Halbe bleibt unsere Forderung“, so SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim anlässlich des morgigen Equal Pay Days, der auf Basis ganzjähriger Vollzeitarbeit errechnet wird.
„Schauen wir genauer hin, werden für Frauen wesentlich größere Einkommensunterschiede deutlich. In Tirol liegt er bei rund 40%. Viele Frauen müssen Teilzeit arbeiten, Berufe, in denen viele Frauen arbeiten, werden schlechter bezahlt, aber auch bei gleicher oder höherer Ausbildung sind Frauen gegenüber Männern im Nachteil. Frauen sind daher wenn sie Kinder haben oder im Alter stärker von Armut betroffen“, schildert Yildirim.
Interessante Fakten bringt eine Untersuchung des Momentum-Institutes: „In Paarbeziehungen verdienen Frauen rund 40% weniger, gibt es Kinder, liegt der Unterschied sogar bei 47%. All das unterstreicht unsere Forderungen: Es braucht einen Rechtsanspruch auf einen ganzjährigen, ganztägigen Kinderbildungsplatz, Halbe-Halbe bei bezahlter und unbezahlter Arbeit, verpflichtende Väterkarenz sowie echte Lohntransparenz, damit Frauen wissen, wo sie stehen“, fasst Yildirim zusammen.