Im Nationalrat wurde heute das Nachhaltigkeitsberichterstattungsgesetz (NaBeG) beschlossen, mit dem eine EU-Vorgabe umgesetzt wird.
„Es geht hier um die Bändigung des sogenannten ‚Bürokratiemonsters‘. Sorgen zu schüren, dass die Industrie damit gefährdet wird, sind unseriös“, machte SPÖ-Justizsprecherin Selma Yildirim heute auf die Angstmache der FPÖ im Nationalrat deutlich.
„Wir stellen sicher, dass große europäische Konzerne einen Nachhaltigkeitsbericht legen müssen und dabei nicht geschummelt wird und wir das auch überprüfen können – Stichwort Greenwashing.
Schadstoffe und Risiken minimieren, das Sozialverhalten von Unternehmen anzuschauen, in Umweltfragen zu vergleichen und Gefahren zu erkennen. Es geht dabei um die Zukunft und was wir den kommenden Generationen hinterlassen.“
„Es ist wichtig, das Gesetz jetzt zu beschließen. Das hätte bereits 2024 unter der Vorgängerregierung passieren sollen. Österreich befindet sich bereits im Vertragsverletzungsverfahren und so können wir Strafzahlungen abwenden. Angesichts der angespannten Budgetsituation ein wichtiges Ziel“, so Yildirim.
Dennoch wird sich der Nationalrat bald wieder mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung beschäftigen müssen, da es EU-seitig wieder Änderungen gab.
„Die Zahl der Unternehmen, die Berichte legen müssen, wurde eingeschränkt. Die Sozialdemokratie hat das durchaus kritisch gesehen und wird sich dieser Diskussion stellen“, so Yildirim abschließend.