„Gewaltschutz ist uns als SPÖ-Frauen ein zentrales Anliegen. Dazu gehört auch sicheres Feiern und damit der Schutz vor K.o.-Tropfen. In den vergangenen Jahren sind die Zahlen gestiegen. Im Gleichbehandlungsausschuss des Nationalrates wurde im Juni daher einstimmig eine Informationskampagne beschlossen zu K.o.-Tropfen beschlossen“, weiß SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim.
K.o.-Tropfen sind mit Tests nur wenige Stunden nachweisbar, machen benommen, wehrlos, sorgen für Erinnerungslücken und sind auch als Vergewaltigungsdrogen bekannt.
Wer sich unwohl fühlt, sollte sofort mit anderen darüber sprechen und sich Hilfe holen. Außerdem: wer einen Verdacht hat, sollte sich nicht scheuen, sich testen zu lassen. Denn: „Wir haben die Täter im Blick. Es ist nie die Schuld der Opfer, wenn ihnen heimlich Drogen verabreicht werden. Wir sagen ganz deutlich: Die Scham muss die Seiten wechseln“, so Yildirim.
Neben Infos und Bewusstsein für die Gefahr von K.o.-Tropfen wie Deckel auf Getränken, Schnelltests, die Getränke im Auge behalten, auf andere achten und mit Zivilcourage anderen helfen, die sich unwohl fühlen, braucht es auch andere Maßnahmen.
„Gewalt gegen Frauen ist ein Problem, dem wir als Gesellschaft entgegentreten müssen. Das beginnt bei der Bildung, beim Bewusstsein dafür, was Gewalt ist, dass Gewalt nie okay ist. Beinhaltet aber z.B. auch die Schulung und Sensibilisierung von Polizei oder Justiz und den Ausbau der Gewaltschutzeinrichtungen.“
In Tirol gibt es u.a. Hilfe bei der Gewaltambulanz an der Klinik, dem Gewaltschutzzentrum, Frauen gegen Vergewaltigung oder rund um die Uhr bei der Frauenhelpline gegen Gewalt unter der Telefonnummer 0800 222 555.