„Legen wir die Fakten auf den Tisch, denn: Mehr ist fair! Frauen verdienen in Österreich immer noch 11,6% weniger als Männer. Das sind 42 Tage, an denen Frauen ‚unbezahlt‘ arbeiten. In Tirol beträgt der Gender Pay Gap 15,8%, in Wien nur 4,2%. Gleichberechtigung passiert nicht von alleine. Wir fordern daher echte Lohntransparenz“, sagt SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim anlässlich des Equal Pay Days am 11. Februar.
„Vielfach ist Frauen gar nicht bewusst, dass sie weniger verdienen als die männlichen Kollegen. Dem können wir mit Transparenz begegnen. Die EU hilft uns bei diesem Vorhaben. Im öffentlichen Bereich bei Vertragsbediensteten oder Beamt:innen zeigt sich längst eine kleinere Lohnschere. Transparenz wirkt!“
„Ein Teil der Einkommensschere kommt von der schlechteren Bezahlung von sogenannten ‚Frauenberufen‘. Für diese Branchen braucht es eine Aufwertung, denn es sind systemrelevante Berufe wie Bildung, Pflege oder Dienstleistung. Die schlechtere Bezahlung kommt mitunter noch aus der längst veralteten Tradition, als die Frau die ‚Zuverdienerin‘ der Familie war“, so Yildirim.
Weitere Maßnahmen sind eine bessere Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, verpflichtende Väterkarenz und echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
„Frauen sind aktuell so gut ausgebildet wie nie zuvor. Dennoch konzentrieren sie sich häufig auf einige wenige Berufe. Unsere Aufgabe als Politik ist auch, Möglichkeiten aufzuzeigen. Vom Girls‘ Day über MINT-Initiativen. Wir leben in einer Zeit, in der Frauen tatsächlich alles werden können“, so Yildirim abschließend.