Kein Verständnis haben die Tiroler SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim und Klubobfrau Elisabeth Fleischanderl für die Ankündigung, dass der Beratungsstelle ZARA gegen Rassismus und Hass im Netz die Fördermittel seitens des Bundeskanzleramtes gestrichen werden und die Einrichtung damit vor dem Aus steht. Zuständig dafür ist ÖVP-Familienministerin Bauer.
„Der Kampf gegen Hass im Netz wird ständig mehr und er wird aufwändiger. Angesichts von digitaler Gewalt, Deep-Fakes und Co. braucht es dringend Beratung und Unterstützung. Gewalt beginnt meist nicht mit einem körperlichen Übergriff. Insofern ist es enorm wichtig, auch im digitalen Bereich anzusetzen. Klar zu machen, was nicht geht und ganz früh mit der Prävention zu beginnen“, betonen Yildirim und Fleischanderl.
„In so einer Situation ZARA – mitten im Jahr – die Förderung zu streichen, ist völlig inakzeptabel. Die Bundesregierung hat mit allen Ministerien ein Bekenntnis zum Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt abgegeben und dem hohe Priorität eingeräumt. Das gilt selbstverständlich auch für das ÖVP-Familienministerium und das fordern wir ein.“
In den vergangenen Tagen wurden wieder zwei Frauen von ihren Ehemännern ermordet. „Wir müssen alles tun, damit wir diese Gewaltspirale durchbrechen. Dazu gehören auch Prävention, die Bekämpfung von Hass im Netz und klare Unterstützung für den NAP – von allen Parteien!“, so Yildirim und Fleischanderl abschließend