„Das ist ein wichtiger Erfolg für die Frauen in Europa! Mit der gestrigen Entscheidung hat die EU-Kommission klargestellt, dass EU-Mittel verwendet werden können, um den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen zu gewährleisten. Das gilt unabhängig davon, woher in Europa die Frauen kommen. Das ist wichtig, da Abbrüche in Ländern wie Malta oder Polen de facto verboten sind. Mit der Konsequenz, dass Frauen das immer wieder mit ihrem Leben bezahlen“, betont SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim.
Über 1,2 Mio. Unterschriften hatte die Bürger:innen-Initiative ‚My Voice, My Choice‘ dafür im Vorfeld gesammelt.
„Die Entscheidung wird Frauen in prekären Situationen helfen. Klar gestellt wird dadurch auch: Schwangerschaftsabbrüche gehören zur öffentlichen Gesundheitsversorgung und sind eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Die EU übernimmt damit Verantwortung in dieser Frage und damit auch eine politische Verpflichtung für ihre Rechte. Das ist ein Meilenstein“, begrüßt Yildirim die Entscheidung.
„Auch in Österreich sind Verbesserungen im Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen notwendig. Die Kosten belaufen sich in Österreich auf bis zu 800,- Euro. Auch bei uns gilt es die EU-Mittel auszuschöpfen.
Für uns ist aber ganz klar: Schwangerschaftsabbrüche sind eine Gesundheitsversorgung, die auf Krankenschein zugänglich sein sollte. Außerdem gilt in Tirol weiterhin, dass Abtreibungen an öffentlichen Krankenhäusern möglich sein müssen. An diesen Forderung halten wir fest“, so Yildirim abschließend.