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Yildirim: „Brechen wir das Gewalt-System!“

24.11.2025

16 Tage gegen Gewalt an Frauen: SPÖ-Frauen setzen auf Prävention, Nationalen Aktionsplan und Verschärfung des Sexualstrafrechts. 

16 Tage gegen Gewalt an Frauen: SPÖ-Frauen setzen auf Prävention, Nationalen Aktionsplan und Verschärfung des Sexualstrafrechts. 

„Gewalt an Frauen ist ein strukturelles Problem. Daher brauchen wir einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel. Dazu gehört Prävention, der Nationale Aktionsplan gegen Gewalt sowie die Weiterentwicklung des Sexualstrafrechts und die Umsetzung des Zustimmungsprinzips: Nur Ja heißt Ja. Viele Länder in Europa wie Spanien, Irland und Schweden haben damit gute Erfahrungen gemacht“, schildert SPÖ-Landesfrauenvorsitzende und Justizsprecherin Selma Yildirim.

Sie betont: „Nur wer finanziell unabhängig ist, kann ein selbstbestimmtes Leben leben und sich aus einer Gewaltbeziehung lösen. Daher ist der Kampf für gerechte Löhne und Halbe-Halbe ebenso zentral.“

 

  • Jede dritte Frau ist in Österreich von Gewalt betroffen. Im Jahr 2025 gab es bis dato 13 Femizide und 25 Mordversuche und Fälle schwerer Gewalt an Frauen (Stand 10.11.2025).
  • Im Jahr 2024 gab es in Österreich 14683 Betretungs- und Annäherungsverbote, 27 Femizide und 41 Fälle schwerer Gewalt gegen Frauen. (Quelle: Gewaltschutzzentren, Autonome Österreichische Frauenhäuser)
  • In Tirol wurden im Jahr 2024 918 Annäherungs- und Betretungsverbote verhängt.

 

Veranstaltung am 27. November im Treibhaus Innsbruck:

„Vereint gegen Gewalt. Autonome und sozialdemokratische Frauenbewegungen“. Wir laden ein zu Ausstellung, Diskussion und Vernetzung.

Beginn ist um 16.30 Uhr. Input zum NAP um 19.30 Uhr, Podiumsdiskussion um 20 Uhr.

Infos: Vereint gegen Gewalt: autonome und sozialdemokratische Frauenbewegungen – RENNER INSTITUT TIROL – Bildungsorganisation der SPÖ Tirol

 

 

Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen

Unter der Federführung von Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner erarbeitet die Bundesregierung ressortübergreifend und gemeinsam mit Expert:innen im Gewaltschutzbereich, Vereinen und Organisationen einen Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen. Lücken im Gewaltschutz sollen damit aufgedeckt werden. Gemeinsam werden Maßnahmen entwickelt, um diese zu schließen. Es ziehen alle an einem Strang, gerade das ist für den bestmöglichen Schutz von Frauen und Mädchen sehr wichtig.


Das haben wir erreicht:

Strengere Waffengesetze

Dick-Pic Paragraf

Informationskampagne gegen K.0.-Tropfen

 

Das wollen wir umsetzen:

Nur JA heißt Ja: Es sollte bei sexuellen Handlungen klar sein, dass es von beiden Seiten Zustimmung braucht. Die SPÖ-Frauen treten für eine Umsetzung des Zustimmungsprinzips „Nur Ja heißt Ja“ ein, das in vielen Ländern Europas bereits umgesetzt wird. In Frankreich wurde vor kurzem ebenfalls das Prinzip „Nur Ja heißt Ja – ein Schweigen reicht nicht“ umgesetzt. Es kann nicht sein, dass Opfer, weil sie nicht laut genug „Nein“ gesagt haben, beschämt oder stigmatisiert werden. „Nur Ja heißt Ja“ bedeutet einen Paradigmenwechsel. Nicht die Opfer sollen sich rechtfertigen, warum sie sich nicht stärker zur Wehr gesetzt haben, sondern die Angeklagten.

 

Ausbau der Gewaltambulanzen: Betroffene von Gewalt im sozialen Nahraum können sich in einer Gewaltambulanz Beweise sichern und gerichtsfest dokumentieren lassen. Das ist in Strafverfahren sehr wichtig. Aktuell gibt es Gewaltambulanzen in Wien und in der Steiermark, in Innsbruck gibt es aktuell einen intensiven Austausch, damit die seit vielen Jahren bestehende Einrichtung nach den bundesgesetzlichen Reglungen gefördert wird. Geplant ist eine flächendeckende Umsetzung in den kommenden Jahren.

 

Soziale Sicherheit: Ökonomische Unabhängigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben frei von Gewalt. Dazu gehört auch ein sicheres, leistbares Zuhause.

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