„Ohne Frauen läuft gar nichts. Nicht in der Wirtschaft, nicht daheim, nicht im Ehrenamt und auch der Politik würden mehr Frauen gut tun. Das aktuelle Weltgeschehen macht das einmal mehr deutlich. Und trotzdem: Frauen verdienen noch immer weniger als Männer und arbeiten mehr – insbesondere unbezahlt. Mit dem Tiroler ‚Care-Gipfel‘ wollen wir das ansprechen, diskutieren und Lösungen erarbeiten. Dazu laden wir Interessierte herzlich ein“, so SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim.
„Die Verteilung von Arbeit ist der Knackpunkt bei der Gleichberechtigung. Unbezahlte Arbeit wird in die Familien verschoben. Frauen wird in vielen Bereichen Zeit gestohlen, die ihnen in anderen Bereichen – wie der bezahlten Arbeit – dann fehlt. Als Wissenschaftlerin ist es mir wichtig, Forschungsergenbnisse in die Praxis zu holen. Das machen wir mit dem Care-Gipfel“, erläutert Politikwissenschaftlerin Alexandra Weiss.
„Wer von Gleichstellung spricht, darf bei der Verteilung von Arbeit nicht wegsehen. Es braucht strukturelle Veränderungen – von besseren Rahmenbedingungen für Vollzeitbeschäftigung bis hin zu einem massiven Ausbau der Kinderbetreuung. Nur so können Frauen wirtschaftlich unabhängig leben“, betont Astrid Kraxner, Landesfrauenvorsitzende der FSG Tirol.
„Der Kampf für echte Gleichberechtigung gleicht manchmal einer Sisyphus-Aufgabe. Beharrende, konservative und männlich dominierte Strukturen sind ein Grund dafür. Aber: wir geben nicht auf. Im Gegenteil. Deshalb braucht es den Care-Gipfel in Tirol.“
Der Auftakt zum Care-Gipfel wird gemeinsam mit den Gewerkschafterinnen in der SPÖ, Politikwissenschaftlerin Alexandra Weiss und in Kooperation mit AMS und Frauen im Brennpunkt gestartet. Termin ist der 16.4.2026 um 17.30 Uhr im ÖGB-Saal in Innsbruck. Weitere Veranstaltungen in den Tiroler Regionen folgen.